

Ein Mani-Ratman-Film (1995), 141 min.
Der Film erzählt die Geschichte von Shekhar und Shaila Bano. Beide wachsen in einem kleinen Dorf im Süden Indiens auf. Als sich der Hindu Shekar und die Muslimin Shaila zum ersten Mal sehen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Obwohl die Eltern des jungen Paares auf die Barrikaden gehen, leben die beiden ihre Liebe, allen religiösen Widerständen zum Trotz. Doch das können die jeweiligen Väter nicht akzeptieren, es kommt zum Bruch. Shekhar, der in Bombay nach der Schule Journalistik studiert, kehrt seinen Eltern den Rücken – nicht ohne vom ersten, selbstverdienten Geld Shaila Bano eine Fahrkarte nach Bombay zu senden.
An 6. Dezember 1992 brechen in Bombay Religionsunruhen aus, und die Stadt, die den beiden aus dem Dorf getriebenen neue Heimat gegeben hat, wird zur Ruine, zur Realität der Differenzen, die sich die Menschen eines Landes aufgrund ihres Glaubens einreden.
Bombay ist Teil der politischen Trilogie des Regisseurs Mani Ratman, zu der auch die Filme Roja(1992) und Dil Se(1998) gehören. Er nimmt explizit Bezug auf die Zerstörung der Babri-Moschee in Ayodhya am 6. Dezember 1992 und die kommunalen Unruhen zwischen Hindus und Moslems in Bombay 1993.
Beginn: 20:30 Uhr

